Verhalten in Unwettern

Eindringen von Wasser: Das Eindringen von Wasser ins Gebäude führt im Allgemeinen nicht zu einer Gefährdung seiner Standsicherheit, aber doch zu nachhaltigen Schäden am Gebäude (z.B. Türen, Fenster, Haustechnik, Putz, Tapeten, Bodenbeläge) und an der Inneneinrichtung. Erstes Ziel gebäudebezogener Schutzmaßnahmen sollte daher sein, das Eindringen von Wasser in das Gebäude zu verhindern oder zumindest zu begrenzen, solange noch eine ausreichende Gebäudestandsicherheit gegeben ist. Grundsätzlich können folgende Wege des Wassereintritts in Gebäude im Falle eines Hochwasserereignisses unterschieden werden. – Eindringen von: – Grundwasser durch Kellerwände oder Kellersohle – Rückstauwasser durch Kanalisation – Grundwasser durch Undichtheiten bei Hausanschlüssen (Rohrwege, Kabel sind zumeist nicht druckwasserdicht in das Mauerwerk eingebettet) oder durch undichte Fugen – Oberflächenwasser durch Lichtschächte und Kellerfenster – Oberflächenwasser infolge Durchsickerung der Außenwand – Oberflächenwasser durch Tür- und Fensteröffnungen. – In Überschwemmungsgebieten, sonstigen gefährdeten Bereichen und Restrisikogebieten kann auf zweierlei Weise Vorsorge gegen das Eindringen von Wasser getroffen werden. – Wassersperren im Außenbereich zur Verhinderung des Wasserzutrittes zum Gebäude (Grundwasser ist zu berücksichtigen). – Abdichtungs- und Schutzmaßnahmen unmittelbar am Gebäude zur Verhinderung des Eindringens von Wasser in das Gebäude. – Maßnahmen im Außenbereich: Zur Verhinderung des Wasserzutrittes zu einem Gebäude ist dieses in der Regel durch ein umlaufendes Hochwasserschutzbauwerk zu sichern. Hierzu können stationäre, teilmobile bzw. mobile Hochwasserschutzwände eingesetzt werden. Ein wirksamer Hochwasserschutz kann nur dann gewährleistet werden, wenn keine Unterströmung und kein Rückstau aus dem Kanal stattfindet. Zu den klassischen stationären Maßnahmen zählen Erdwälle oder Mauern. Gegebenenfalls genügen kleine Dämme aus Sandsäcken (Vorhaltung). – Abdichtungs- und Schutzmaßnahmen unmittelbar am Gebäude: Derartige Maßnahmen sind im Allgemeinen einfacher und kostengünstiger zu realisieren als Maßnahmen im Außenbereich. Voraussetzung ist die ausreichende Standsicherheit, Wasserbeständigkeit und Wasserdichtheit (keine Durchsickerung) der Außenwände. Diese Abdichtung kann mittels Sperrputz (z. B. Zementputz), Steinzeugfliesen oder Kunststoffmaterialien erfolgen. Auf die wasserdichte Fugenausbildung ist zu achten. Die zum Verschluss der Gebäudeöffnungen verwendbaren Techniken unterscheiden sich sowohl durch die beherrschbaren Wasserdrücke als auch die erforderlichen Installationen und zu lagernden Materialien. – Sandsäcke können bei geringen Wasserständen (einige Dezimeter) zum Einsatz kommen. Die hierzu erforderlichen Materialien sollten möglichst unmittelbar am oder im zu schützenden Objekt gelagert sein. Da keine fixen Einbauten erforderlich sind, eignet sich der Einsatz von Sandsäcken auch zum Schutz von unvorhergesehenen Gefahren. Bei der Wahl der anzuwendenden Abdichtungs- und Schutzmaßnahmen am Gebäude spielt daher nicht nur der abzuwehrende Hochwasserstand, sondern auch der Aufwand zur vorbereitenden Installation, Lagerung von Bauelementen und der Handhabung im Einsatzfall eine bedeutende Rolle.  Neben der Vorwarnzeit im Katastrophenfall sollte auch der erforderliche Arbeitseinsatz sowie die Verfügbarkeit von Hilfskräften in Betracht gezogen werden. – Weiters muss bedacht werden, dass auch bei Abwesenheit das Aktivieren von Schutzsystemen erforderlich sein kann. Für diese Zeiten ist mit organisatorischen Maßnahmen (Nachbarschafts-Hilfe) Vorsorge zu treffen.

Überflutung und Hochwasser: Das „klassische Hochwasser“ entsteht nach anhaltenden Niederschlägen mit hohen Niederschlagsmengen entlang großer Flüsse, wie der Donau und ihrer Zubringer sowie bei anderen Flüssen und Bächen. Das damit verbundene stetige Steigen des Wasserstandes wird beobachtet, Schutzmaßnahmen können meist zeitgerecht ergriffen werden. Anders die Situation, wenn es als Folge von schweren Gewittern mit sintflutartigen Regenfällen, auch wenn sie nicht allzu lange anhalten, zu Überflutungen, Vermurungen und Erdrutschen kommt. Von derartigen Unwettern können einzelne Objekte oder Siedlungen betroffen sein, ohne dass von Hochwasser gesprochen werden kann. Für Schutzvorkehrungen bleibt wenig oder keine Zeit. Wenn nicht vorher entsprechende Vorkehrungen getroffen wurden, können die Schäden hoch sein. Umgekehrt kann durch falsche Maßnahmen zusätzlicher Schaden entstehen. Unbedingt einen Fachmann zu Rate ziehen. Der erste Schritt zur Vorsorge ist die Klärung der Frage: * Kann ich von einem Hochwasser bedroht werden? Dafür ist Beobachtung der Umgebung der Wohnlage, aber auch des benutzten Verkehrsweges, des Schulwegs der Kinder, etc. notwendig. * Sind Flüsse, Bäche, Donau in der Nähe ? Oft muss man dazu ein wenig genauer schauen, um nicht den großen Fluss hinter dem Damm zu übersehen (z.B. Straßen in Augebieten). * Gibt es Hänge in der Nähe ? Auch wenn dort kein Gewässer fließt, kann plötzlicher starker Niederschlag Abgänge von Wassermassen, Schlamm und Geröll hervorrufen. * Gibt es in der Nähe Fischteiche, die übergehen könnten? * Ist in der Gemeinde bekannt, dass es schon einmal ein Hochwasser dort gab? * Wie sieht es mit der Kanalisation aus ? Kann der Kanal übergehen? * Könnten Bäume in der Nähe von Wassermassen unterspült werden und  * Gibt es ausgetrocknete Flussläufe, Bachbette, etc.? Mit den entsprechenden Vorbereitungen können Schäden von Stürmen vermieden oder zumindest gering gehalten werden.

Verhaltensregeln und Tipps bei schweren Stürmen! â€¢ Vorsicht bei Fahrten auf besonders exponierten Straßenabschnitten und Brücken – vor allem Gefahr für große Lastwagen und Wohnanhänger! Beachten Sie die Tipps der Autofahrerklubs! â€¢ Meiden Sie Fahrten durch Waldgebiet und Alleen! â€¢ Vorsicht bei Freiluftveranstaltungen – es wird empfohlen derartige Veranstaltungen aus Sicherheitsgründen abzusagen. â€¢ Fenster und Türen schließen (auch nicht kippen)! Wenn vorhanden, Rollläden oder Fensterläden schließen! â€¢ Verlassen Sie bei Sturm die schützenden Wohnräume nicht – Gefahr durch herabstürzende Trümmer, Bäume oder elektrische Leitungen! â€¢ Wenn Ihr Haus von hohen Bäumen umgeben ist, halten Sie sich nicht im Dachgeschoß auf! Meiden Sie auch Fensterflächen, die zu Bruch gehen könnten! â€¢ Meiden Sie den Aufenthalt in Parks, Waldgebieten und auf Friedhöfen! â€¢ Lassen Sie sich nicht von plötzlich eintretender Windstille täuschen! Schalten Sie das Radio zur weiteren Information über die Wetterentwicklung ein! â€¢ Wenn Sie sich im Freien aufhalten müssen, meiden Sie die Nähe von Gebäuden Gerüsten, hohen Bäumen und Strommasten! â€¢ Parken Sie Fahrzeuge nicht in der Nähe von Häusern oder hohen Bäumen! Parken Sie ihr Fahrzeug in der Garage! Keine Unterführungen für Parkzwecke benutzen, um Rettungskräften freie Zugangswege zu den Einsatzorten zu gewähren. â€¢ Bei Stürmen Zelte und Wohnwagen verlassen, da aufgrund mangelnder Verankerung Umsturzgefahr besteht. â€¢ Überprüfen Sie vor dem Sturm ihre Taschenlampen bzw. Notstromversorgung – Gefahr von Stromausfällen â€¢ Beginnen Sie allfällige Aufräumarbeiten erst nach Ende des Sturmes. Achten Sie dabei auf ausreichenden Abstand zu möglicherweise einsturzgefährdeten Bauten sowie zu abgerissenen Stromleitungen! â€¢ Denken Sie auch an Menschen in Ihrer Umgebung, die hilfsbedürftig sind oder die kein Deutsch verstehen. Sie benötigen Ihre Unterstützung.

Gewitter und Blitz:  Es gibt bedauerlicherweise keine absolut verläßliche Methode, den Beginn und die Dauer der Gefährdung bei einem Gewitter festzustellen. Wenn zwischen Blitz und Donner jedoch weniger als 10 Sekunden vergehen, ist das Gewitter gefährlich nahe. Für diesen Fall sind folgende Vorsichtsmaßnahmen zu beachten: Gefährlich sind: * Einzeln stehende Bäume und Baumgruppen * Metallzäune * Berggipfel; am Fuß von Felswänden noch mindestens 15 Meter Abstand halten * Waldränder mit hohen Bäumen * Aufenthalt im Wasser (ungeschützte Boote), Wasserrinnen * Ungeschützte Fahrzeuge (Fahrräder, Motorräder) Schutz bieten: * Gebäude mit Blitzschutzanlage (Blitzableiter) * Stahlskelettbauten * Bleckbaracken * Fahrzeuge mit Ganzmetallkarosserie (Auto, Wohnwagen, Eisenbahnwaggon) Im Notfall Schutz suchen: * In Mulde, Hohlweg, Höhle, Hütte (In Raummitte aufhalten) * Im Waldesinneren (aber die Nähe von herausragende freistehenden Bäumen meiden) * In der Ebene mit geschlossener Fußstellung auf den Boden hocken, sich nicht auf den Boden legen * Gegenüber möglichen Einschlagobjekten mindestens 3 Meter Abstand halten. – Zu vermeiden: * Baden in einem See oder anderen Gewässern * Personen im Freien sollen nicht in Gruppen nahe beieinander stehen, sondern getrennt Schutz suchen; sich nicht gegenseitig berühren * Telefonapparate sind zwar technisch abgesichert, aber trotzdem ist es ratsam, bei Gewitter Telefongespräche zu verschieben und die Fernmeldeanlage nicht zu berühren * Dusch- und Wannenbäder sollten ebenfalls verschoben werden. Lieber warten, bis das Gewitter vorbei ist. Sicher ist sicher!

Erdbeben:  Nicht nur im Ausland sondern auch in –sterreich können kleinere Erdbeben auftreten. – Vor einem Erdbeben: * –NORM beim Bauen beachten, auf einen guten Bauzustand des Hauses achten! * In der Wohnung schwere Möbel in der Wand gut verankern, über den Betten keine schweren Bilder oder Regale aufhängen. * Sichere Plätze in der Wohnung festlegen, das sind im allgemeinen Plätze in der Nähe von tragenden Wänden, unter Türstöcken; lebensnotwendige Medikamente, Notgepäck bereithalten. * Die Lage des Hauptschalters für Strom und die Absperrventile für Wasser oder Gas einprägen, auch Nachbarn informieren. – Während eines Erdbebens: * Im Haus weilende Personen sollen schon früher ausgewählte Plätze aufsuchen und das Ende des Erdbebens abwarten. * Im Freien befindliche Personen sollen dort bleiben und Sicherheitsabstand zu Gebäuden (herabfallende Dachziegel, Schornsteine etc) und Freileitungen einhalten. In engen Straßen am besten den nächsten Hauseingang oder die nächste Hauseinfahrt aufsuchen. – Nach einem Erdbeben: * Offene Feuer (Kamin, Kerzen etc) löschen, Strom mit dem Hauptschalter ausschalten, Haupthähne von Gas und Wasser schließen, Verletzte versorgen, Bauschäden überprüfen, bei Einsturzgefahr mit Notgepäck das Haus umgehend verlassen. * Im Freien Sicherheitsabstand zu Gebäuden einhalten, weil Nachbeben weitere Schäden verursachen könnten und Gebäudeteile herabstürzen könnten. * Über Radio durchgegebene Verhaltensinstruktionen beachten; nötigenfalls anderen Hilfe leisten. * Häuser oder Wohnungen erst wieder nach Entwarnung verlassen! * Privatfahrten mit Kfz und unnötige Telefonate möglichst unterlassen, damit die Hilfsdienste nicht behindert werden.

Feuerlöscher richtig benutzen

Brandklassen: Als Brandklassen bezeichnet man eine Klassifizierung der Brände nach ihrembrennenden Stoff. Diese Klassifikation ist vorwiegend notwendig, um die richtige Auswahl entsprechender Löschmittel durch die Feuerwehr zu treffen. Nach der Europäischen Norm EN 2 erfolgt die Einteilung der brennbaren Stoffe in die Brandklassen A, B, C, D und F. Die EN 2 löste die nationalen Normen, wie DIN-Normenoder –NORM F 1003 ab. BRANDKLASSE A: Feste Stoffe, Verbrennung mit Glutbildung. Dazu zählen zum Beispiel Holz, Papier, Stroh, Kohle, Autoreifen oder Textilien. – BRANDKLASSE B: Brände von flüssigen oder flüssig werdenden Stoffen. Zum Beispiel Kraft- oder Schmierstoffe, Fette, Lacke, Alkohol, Kerzenwachs, PVC, Teer, Paraffin. . BRANDKLASSE C: Brennende Gase, zum Beispiel Propan, Methan, Wasserstoff, Erdgas, Stadtgas, Azetylen. – BRANDKLASSE D: Brennende Metalle, wie zum Beispiel Magnesium, Aluminium, Kalium, Natrium, Lithium. – BRANDKLASSE E: Diese Klasse gibt es nicht mehr – dies war einst die Brandklasse für Brände in elektrischen Niederspannungsanlagen (bis 1000 Volt) – BRANDKLASSE F: Brände von Speiseölen und -fetten (pflanzliche oder tierische –le und Fette) in Frittiergeräten und anderen Kücheneinrichtungen. – Wichtige Tipps: Sie sehen, ein ABC-Löscher kann bis auf Metallbrände nahezu jedes Feuer bekämpfen. In Pulverausführung ist er zudem recht preiswert. Pulverlöscher haben jedoch einen entscheidenden Nachteil: Wie der Name schon sagt, versprühen diese ein backpulverähnliches Löschmittel. Das dringt so ziemlich in jede Ritze und Pore ein und lässt sich nur schwer entfernen. Oft richtet das aufwirbelnde Löschmittel mehr Schaden an, als die Flammen selbst. Ganz besonders in Wohnbereichen sowie in Räumen, in denen viel Technik (Computer, Fernseher, etc.) stehen. – Sofern es Ihr Geldbeutel zulässt, sollten Sie deshalb prüfen, ob ein Schaum- oder evtl. ein Wasserlöscher für Ihre Zwecke ausreichen. Schaumlöscher sind in der Regel teurer, doch dieses Löschmittel lässt sich wesentlich einfacher entfernen. Für welchen Einsatzweck benötigen Sie Ihren Feuerlöscher? Vergleichen Sie selbst, lassen Sie sich ggf. von Fachfirmen beraten.

Richtiger Umgang: Einen Feuerlöscher hat jeder von uns schon mal gesehen, im Notfall ist er auch meist das erste Löschmittel was zum Einsatz kommt. Zu wissen, wie man damit Richtig  umgeht ist wichtig, denn es kann Leben Retten: REGEL 1: Löschen Sie immer mit, aber niemals gegen die Windrichtung. So können Sie nicht nur mehr erkennen, ihnen bleibt auch das Einatmen des giftigen Brandrauches erspart. Und auch das Löschpulver des Feuerlöschers „staubt“ und ist beim Einatmen nicht unbedingt „gesundheitsfördernd“. REGEL 2: Beginnen Sie Ihren Löschangriff stets von vorne unten. Das gilt gerade bei Flächenbränden. Wird ein Feuerlöscher einfach nur „drauf gehalten“, können sich die Flammen seitwärts ausbreiten. REGEL 3: Tropf- oder Fließbrände (z.B. aus Tanks- oder Leitungen) immer von oben nach unten löschen. Sonst fließt immer brennende Flüssigkeit in die Flammen nach. REGEL 4: Sollten Sie mehrere Feuerlöscher und Helfer zur Hand haben, löschen Sie nicht nacheinander, sondern gleichzeitig. Gemeinsam sind Sie stark – und ein Entstehungsbrand hat keine Chance. REGEL 5: Auch wenn das Feuer vermeintlich gelöscht ist – behalten Sie die Brandstelle im Auge. Möglicherweise kommt es zu einer Rückzündung. REGEL 6: Unmittelbar nach dem Gebrauch müssen Feuerlöscher immer von Fachpersonal (siehe z.B. „Gelbe Seiten“) aufgefüllt und gewartet werden. Das gilt auch, wenn nicht das gesamte Löschmittel verbraucht wurde. Erst dann dürfen die Löscher wieder aufgehängt oder aufgestellt werden.

Auto Feuerlöscher: Ein Feuerlöscher im Auto ist jedem Autofahrer sehr ans Herz zu legen. Bisher gibt es in –sterreich zwar keine gesetzliche Vorschrift (bis auf eine Ausnahme), dass ein Feuerlöscher mitzuführen ist, doch zur eigenen Sicherheit und die der anderen Verkehrsteilnehmer ist ein solches Utensil unentbehrlich. Rund 700 Autobrände passieren pro Jahr in –sterreich. Die meisten davon kommen nach Unfällen zustande, verursacht durch einen Kurzschluss im Hauptkabelstrang oder durch ausfließenden Treibstoff. Fahrzeuge können aber auch durch Überhitzung der Bremstrommeln, Vergaserbrand, undichte –lleitungen, Überhitzung des Katalysators usw. in Brand geraten. – Der richtige Feuerlöscher: * entspricht Norm EN 3 * hat Druckanzeige * Mindestfüllgewicht 2 kg * geeignet für Brandklassen A (brennbare feste Stoffe), B (brennbare Flüssigkeiten) und C (brennbare Gase) * abgerundete Kanten * Einhandbedienung. – Der richtige Aufbewahrungsort: * am besten im Wageninneren * vor dem Fahrer- oder Beifahrersitz * an der Seitenwand beim Fahrersitz * zwischen Fahrer- und Beifahrersitz * im Kofferraum, nur wenn nicht anders möglich * zusätzlich empfehlenswert: Arbeitshandschuhe, falls heiße Blechteile angegriffen werden müssen * Einbau der Feuerlöscherhalterung am besten durch Fachwerkstätte. – Die richtige Brandbekämpfung: * Ruhe und Übersicht bewahren * gefährdete Personen in Sicherheit bringen * in Windrichtung löschen * nicht vergessen, dass das Löschmittel im Dauerbetrieb nur für 10 bis 15 Sekunden reicht * kurze Löschmittelstöße abgeben * Flammenfront gezielt von unten bekämpfen * für eventuelle Rückzündungen Löschmittelreserve zurückbehalten * Bei Flüssigkeitsbränden nicht mit scharfem Löschmittelstrahl in Flüssigkeit zielen, sondern diesen fächerförmig über die brennende Oberfläche verteilen. Vorsicht vor Rückzündungen * Größere Brände stets mit mehreren Personen und Feuerlöschern bekämpfen. Feuerwehr verständigen! * Geleerte Feuerlöscher unverzüglich nachfüllen lassen. – Erklärung der Feuerlöscherkonstruktionen:  Der Dauerdrucklöscher: Beim Dauerdrucklöscher ist das Löschmittel (hier Pulver) und das Treibmittel (Stickstoff) in einem Behälter. Er ist unzuverlässiger und aufwändiger in der Wartung als der Patronen-Aufladelöscher. Einziger Vorteil: der günstigere Anschaffungspreis (vor allem im Baumarkt) von ca. 30 Euro. Der Patronen-Aufladelöscher: Beim Patronen-Aufladelöscher ist das Löschmittel und das Treibmittel getrennt. Das Treibmittel (hier Kohlenstoffdioxid) befindet sich in einer extra Stahlpatrone im Löscher, die erst beim Einsatz des Löschers aufgestochen wird. Daher kann über die Jahre kein Gas entweichen, was beim Dauerdrucklöscher zur Funktionsuntüchtigkeit führen kann. Der Patronen-Aufladelöscher ist äußerst zuverlässig, sehr leicht vom Feuerlöscher-Fachmann zu warten (daher günstige Wartung) und sicherlich die bessere Wahl. Der 6kg-ABC-Pulverlöscher ist durch die sehr hohe Produktionsstückzahl relativ günstig zu haben. Kostenpunkt ca. 75-85 Euro. – Fazit: Ein Dauerdrucklöscher ist sicher besser als kein Löscher. Da aber nach 2 Jahren der Löscher vom Fachmann geprüft werden sollte (wenn Sie freiwillig einen Löscher mitführen sind Sie nicht dazu verpflichtet), wäre über die Jahre gesehen der Patronen-Aufladelöscher die bessere Wahl. Es lohnt auf alle Fälle vor der Anschaffung Angebote mehrerer Feuerlöschervertreter einzuholen (auch von unterschiedlichen Herstellern), da die Preise differieren. Tipp: Wenn möglich mit Bekannten eine Sammelbestellung vornehmen.

Haus und Wohnung

Kinder und Brandstiftung: Fast jeder Vierte von der Polizei wegen fahrlässiger Brandstiftung ermittelte Tatverdächtige ist ein Kind unter 14 Jahren. Eine Zahl aus der Kriminalstatistik, hinter der sich oftmals unsagbares Leid verbirgt. Denn welch verheerenden Folgen das kindliche Spiel mit dem Feuer haben kann, liest man fast täglich in den Zeitungen: Tote, Schwerverletzte, zeitlebens Verstümmelte und Entstellte, verzweifelte Hinterbliebene, ganz abgesehen von den Sachschäden, die jährlich viele Millionen betragen. Der hohen Zahl von Kinderbrandstiftungen und damit der Gefahr, dass zündelnde Kinder leichtfertig ihr eigenes Leben und das Unbeteiligter aufs Spiel setzen, kann nur durch pädagogisch sinnvolle Aufklärung entgegengewirkt werden. Angesprochen sind in erster Linie die Eltern, da sie für das Tun und Lassen Ihrer Kinder zu allererst die Verantwortung tragen. Die Aufklärung über die Gefahren des Feuers muss deshalb schon frühzeitig im Elternhaus beginnen. Darüber hinaus können Kindergarten und Schule die elterliche Aufgabe wirkungsvoll unterstützen. – Acht nützliche Tipps zun Thema: Tipp 1: Kinder sollten von ihren Eltern schon früh darauf aufmerksam gemacht werden, dass Feuer heiss ist. Ohne das Kind zu gefährden, beginnen umsichtige Eltern damit bereits bei ein bis zwei Jahre alten Kindern, indem sie die Kinderhand langsam aneine Kerzenflamme heranfahren. Tipp 2: Der kindliche – Spiel und Nachahmungstrieb will gestillt werden. Umsichtige Eltern nehmen darauf Rücksicht. Unter Aufsicht erlauben sie ihren Kindern den Umgang mit Streichhölzern und Feuer, wann immer es sich anbietet. Zum Beispiel die Geburtstagskerzen anzuzünden oder das anstecken von Teelichtern. – Tipp 3: Der richtige Umgang mit Streichhölzern will gelernt sein. Eltern zeigen ihren Kinder die richtige Streichholzhaltung: Das Holz nicht zu lang anfassen, da es sonst abbrechen kann. Das Streichholz nicht schräg nach unten, sondern waagrecht halten. Sonst schlägt die Flamme in Richtung der Kinderhand, und das brennende Streichholz wird vor Schreck fallen gelassen. Tipp 4: Verbote und Strafandrohungen bei dem Spiel mit dem Feuer, fordern nur den kindlichen Trotz heraus; sie führen dazu, dass das Kind heimlich zündelt. Wenn dann bei dem heimlichen Spiel mit dem Feuer etwas passiert, wagt das Kind aus Angst nicht, Erwachsene zur Hilfe zu rufen und verschlimmert so die Situation. Tipp 5: Schliessen Sie Streichhölzer und Feuerzeuge konsequent weg und entfernen Sie sie so aus der Reichweite es Kindes. Somit kann das Kind erst gar nicht in die Versuchung kommen mit dem Feuer zu spielen. Tipp 6: Zu einem Indianerspiel gehört für einen richtigen Jungen auch ein knisterndes Lagerfeuer. Auch hier gilt, beim ersten Indianerfeuer sollten die Eltern zumindest ein Elternteil die kleine Rothaut anleiten und Vorsichtsregeln mit auf den Weg geben, so dass die Vorsichtsregeln zur Selbstverständlichkeit werden. Tipp 7: Wissenschaftliche Lern- bzw. Experimentierspiele (z.B. Chemiekästen) haben oft sehr grossen pädagogischen Wert, sind aber nicht immer ungefährlich. Bei dem Umgang mit solchen Experimentierspielen ist es unvermeidlich, dass Kinder mit offenem Feuer in Berührung kommen. Es ist wichtig, dass Eltern ihre Kinder in Ruhe mit dem offenen Feuer vertraut machen. Tipp 8: Kleinkinder sollten bei offenem Licht (z.B. Kerzen) niemals unbeaufsichtigt sein. Die züngelnde Flamme Übt eine magische Anziehungskraft auf Kinder aus. Durch spielen und unbedachtes Handeln mit der Flamme können ungewollt schnell Wohnungsbrände entstehen, die vor allem das Leben des eigenen Kindes gefährden. Kinder sollen angemessenen Respekt vor, als auch genügend Sicherheit im Umgang mit Feuer erlangen. â€žMesser, Gabel, Schere, Licht sind für kleine Kinder nicht.“ Missachten die Eltern die Aufsichtspflicht, können Sie nach BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) für die von Kindern angerichteten Schäden haftbar gemacht werden.

Heimwerken: Übertriebener Ehrgeiz schadet. Ganz besonders dann, wenn er schlimme Gefahren nach sich ziehen kann. Besonders das beliebte Heimwerken ist risiko- und gefahrenträchtig. Der verantwortungsbewusste Heimwerker weiß: * Bohren und nageln in senkrechter oder waagrechter Linie zu Steckdosen oder elektrischen Schaltern ist lebens- und brandgefährlich. Ein „Leitungssuchgerät“ hilft. * Feuergefährliche Stoffe (Benzin, Verdünnung, Reinigungsmittel u. ä.) niemals in der Nähe von offenem Feuer verwenden oder in der Nähe von Wärmequellen aufbewahren. * Wenn brennbare Dämpfe entstehen, gut lüften; Zündquellen ausschalten. * Löten und Schweißen ist nichts für Anfänger und beim Trennen und Schleifen fliegen glühende Teile oft mehrere Meter weit. Darum Sicherheitsabstände zu brennbaren Stoffen einhalten, Löschmittel bereitstellen und wiederholte Kontrollen auch nach Abschluss der Arbeiten. * Sicherheitsabstände zu brennbaren Stoffen einhalten, Löschmittel bereitstellen und wiederholte Kontrolle auch nach Abschlussarbeiten. * Nur Baustoffe verwenden, die nicht brennbar oder schwer entflammbar sind; Prüfnummern und Kennzeichnungen beachten. * Beim Dachgeschossausbau den zweiten Rettungsweg nicht vergessen. * Gebrauchte Putzlappen entzünden sich oft von selbst – deshalb nur in feuerfesten, verschlossenen Behältern aufbewahren. * Rauchabzugsrohre mit genügend Abstand von brennbaren Materialien montieren.

Elektrizität: Damit möchten wir Hausfrauen, Heim- und Handwerker gleichermaßen ansprechen. Bitte merken Sie sich: Elektrizität ist einer der häufigsten Brandstifter, sie ist brand- und lebensgefährlich! * Nur Elektrogeräte mit dem VDE oder GS-Zeichen verwenden. Arbeiten an Elektroleitungen und -geräte sind Sache des Fachmannes * Elektrische Geräte beim Verlassen des Raumes abstellen, besser noch ausstecken (denken Sie dabei besonders an Bügeleisen, Herdplatten, Friteusen, Toaster, Tauchsieder usw.) * Kabel und Stecker regelmäßig überprüfen. * Tauchsieder und andere Elektrowärmegeräte möglichst mit Schutztemperaturbegrenzer und auf feuerfesten Unterlagen benützen. * Fernseher erzeugen viel Wärme. Achten Sie darauf beim Einbau in Schränke; entfernen Sie die beliebten Deckchen oder andere brennbaren Materialien (Vorhänge) aus dem Bereich des Fernsehers. * Heizgeräte nur mit Sicherheitsabstand zu Möbeln und Gardinen betreiben. * Keine Sicherungen flicken. * Steckdosen nicht durch unzulässige Abzweigstecker erweitern. * Beim Auswechseln von Glühbirnen auf richtige Wattzahl achten. * Bohren und Nageln in senkrechter oder waagrechter Linie zu Steckdosen oder elektrischen Schaltern ist lebens- und brandgefährlich. Ein „Leitungssuchgerät“ hilft.

Sicheres Grillen: Schnell, schnell muss es gehen, wenn der Feierabend anbricht. Manchem wäre es am liebsten, er könnte die Glut schon mit der Holzkohle aus der Tüte schütten. Relaxen, das ist etwas für später, wenn das Fleisch und die Würste auf dem Rost (ver)brutzeln, wenn Zeit ist für das erste Prosit. Und damit es schnell geht, muss dann eben ein Brandbeschleuniger her: Spiritus, Benzin, Lampenöl … manche Menschen schrecken nicht einmal vor Diesel zurück. Da wird dann die Kohle in der Grillschale satt getränkt – und aus mehr oder weniger großer Entfernung angezündet.- Molotow-Cocktail im Garten: Und dann passiert das: Die Kohle zündet explosionsartig – in Sekundenbruchteilen. Da bleibt keine Zeit zum Weglaufen. Und: Je mehr Zeit vergeht zwischen Tränken und Entzünden, um so schlimmer. Benzin und Spiritus verdampfen – dieser Dampf explodiert in einem Feuerball, der sich nicht nur nach oben, sondern auch seitlich über den Grill ausbreitet. Genauso schlimm sind die Folgen, wenn man auf die heißen Kohle Spiritus oder ähnliches aus einer Flasche kippt – dann verwandelt sich diese in einen Molotow-Cocktail und explodiert in der Hand. – So grillen Sie sicher: Niemals einen Grill mit brennbaren Flüssigkeiten wie Benzin, Spiritus, Petroleum, Diesel oder –l anzünden! So ist es richtig: Um die Holzkohle sicher in Brand zu setzen, gibt es im Handel zahlreiche Grillanzünder. Als Paste, aus der Flasche, in fester Form. Diese Anzünder sind geprüft – und für sicher befunden worden. Bitte beachten Sie die Gebrauchsanleitung. Und nehmen Sie sich Zeit. Es kann eine halbe Stunde dauern, bis die Kohle richtig brennt, bis die Glut heiß genug ist, um das Grillgut aufzulegen. Genießen Sie diese Zeit. Der Feierabend beginnt schon vor dem Essen … Suchen Sie Ihr Grillplätzchen an einer ebenen und freien Stelle. Halten Sie ausreichenden Abstand zu Gebäuden und Bepflanzung. Wählen Sie nur sicherheitsgeprüfte Grillgeräte aus, die kippsicher sind und keine scharfen Kanten haben. Beim Grillen gilt: Immer Augen auf und nicht vor sich hin träumen. Legen Sie Ihre Gerätschaften zurecht: Grillkohle oder Holzscheite, Schürhaken, Zange, Gabel, Wender. Wassereimer oder Feuerlöscher in der Nähe des Grills deponieren. Anzündhilfen dürfen nicht in die Hände von Kindern gelangen, denn sie sind leicht entzündbar. Wegen der Hitzeentwicklung und heißen Fettspritzern sollten Sie Schürze und Grillhandschuhe verwenden. Auch hier sind Kinder wieder besonders gefährdet, denn ihre Gesichter sind genau auf Höhe des Grillfeuers. Deshalb sollten sie nie unbeaufsichtigt sein!

Der heiße Fernsehtipp: Fernsehen und Video haben sich in unserem täglichen Leben fest etabliert. (Bösewichter und unbesiegbare Muskelprotze, Katastrophen oder Trottel aus diversen Kompanien und Doppelgänger sorgen für Nervenkitzel oder strapazieren zumindest die Lachmuskulatur).  Bei aller Begeisterung für Action und Komik sollte jedoch nicht vergessen werden, dass selbst die ausgefeilteste Technik einer stundenlangen Belastung nicht immer standhalten kann. Ein überhitzter Fernsehapparat hat schon so machen Wohnungsbrand mit oftmals schlimmen Folgen ausgelöst. Damit der Nervenkitzel nur auf der Mattscheibe und nicht in den eigenen vier Wänden stattfindet, empfehlen wir um Berücksichtigung folgender Ratschläge: * Fernsehgerät vor Überhitzung schützen und dem Gerät öfter mal eine Pause gönnen. * Stets für eine gute Be- und Entlüftung des Gerätes sorgen, besonders dann, wenn es in Möbel eingebaut ist. * Be- und Entlüftungsöffnungen nicht durch Zierdecken, Zeitschriften, Papier und dergleichen abdecken. * Eingeschalteten Apparat nie unbeaufsichtigt lassen. Bei längerer Abwesenheit Netz- und Antennenstecker ziehen. * Bei verdächtigen Symptomen wie ungewöhnlichen Bildstörungen oder Brandgeruch den Fernseher sofort abschalten und den Stecker ziehen. Und wenn es dennoch einmal brennt: * Gerät abschalten und Netzstecker ziehen. * Rückwand des Gerätes mit einer Wolldecke (keine Kunstfasern!) abdecken, um den Brand zu ersticken. * Bei allen Löschversuchen nur seitlich des Gerätes stehen, um sich bei einem Röhrengerät nicht der Gefahr einer Implosion der Bildröhre auszusetzen.

Sicherheit zu den Feiertagen: Die Weihnachtszeit hat begonnen und wir, Ihre Freiwillige Feuerwehr Schiedlberg, möchten Sie über mögliche Gefahren in der Adventszeit informieren. Des weiteren wollen wir Ihnen einige wertvolle Tipps geben, wie das Weihnachtsfest bei Ihnen daheim etwas sicherer wird. Weihnachten für viele ein Fest der Freude und Besinnlichkeit. Für manchen aber auch ein Fest mit schlimmen Folgen. Nur eine kleine Unachtsamkeit und schon steht das Symbol der Festlichkeit in hellen Flammen. Damit aus der Weihnachtsfeier bei Ihnen kein Weihnachtsfeuer wird, hier einige Tipps: # Kaufen Sie den Weihnachtsbaum erst kurz vor dem Fest und achten Sie darauf, dass er nicht nadelt. Bewahren Sie ihn bis zu den Festtagen möglichst im Freien auf # Verwenden sie nach Möglichkeit eine elektrische Lichterkette. Achten sie beim Kauf darauf, dass sie mit dem VDE-Prüfzeichen versehen ist # Falls Sie sich doch für Kerzen entscheiden, befestigen sie diese so, dass andere Zweige nicht Feuer fangen können # Brennende Kerzen sind immer im Auge zu behalten. Wenn Sie das Zimmer verlassen, löschen Sie diese unbedingt ab! Ebenfalls sollten Sie die Netzstecker von Lichterketten und sonstiger Dekoration ziehen. # Beugen Sie vor, halten sie für den Brandfall einen 10 Liter Eimer, gefüllt mit Wasser, oder eine Löschdecke vor. # Wunderkerzen niemals am Weihnachtsbaum anbringen! Nur im Freien verwenden! # Sorgen Sie für die Standfestigkeit des Baumes beim Aufstellen. # Achten Sie bei Kerzen auf einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu leicht brennbaren Materialien wie Vorhängen oder Gardinen. Wenn Sie ihren Adventskranz an der Decke befestigen, dann achten Sie auch hier auf ausreichenden Abstand zu dieser! # Auf leicht entflammbare Dekoration am Baum verzichten. # Kerzenhalter aus nicht brennbarem Material verwenden. # Adventskranz auf feuerfestem Untergrund stellen. # Abgebrannte Kerzen rechtzeitig auswechseln. # Streichhölzer und Feuerzeuge für Kinder unerreichbar aufbewahren. # Sobald es zu einem Brand kommt, verständigen Sie sofort die Feuerwehr unter der Telefonnummer 122! # Versuchen Sie das Feuer zu bekämpfen, soweit dies ohne Gefahr möglich ist! Verlassen Sie ansonsten sofort das Zimmer, schließen Sie Türen, Fenster und warnen Sie ihre Mitbewohner! Die Statistik spricht Bände: Pünktlich zur Weihnachtszeit steigt die Zahl der Wohnungsbrände sprunghaft an. Denn neben den Kerzen bedeuten auch elektrische Lichterketten eine Gefahr. Wer seinen Weihnachtsbaum damit schmückt, geht zwar zunächst ein geringeres Risiko ein. Aber defekte oder falsch gewählte Glühbirnen sowie beschädigte oder überhitzte Kabel können einen Schwelbrand auslösen. So oder so sollte ein Feuerlöscher parat stehen, mit dem ein entstehender Brand im Handumdrehen gelöscht werden kann: Sicherung ziehen, Schlagkopf drücken und mit mehreren kräftigen Stößen aus einem Meter Abstand auf den Brandherd zielen. Am besten, man macht sich bereits vorher damit vertraut. Denn wenn wirklich „der Baum“ brennt, ist es mit der festlichen Stimmung schnell vorbei.

Fettexplosion: â€žFeuer löscht man mit Wasser.“ Das weiß doch jedes Kind. Doch wenn sich Speiseöle und -fette in einem Topf oder einer Friteuse entzünden, kann der Löschversuch mit Wasser verheerende Folgen haben. Ursache für Fettbrände sind in der Regel technische Defekte an Küchengeräten oder menschliches Versagen. Leicht vergisst man, dass die Herdplatte, auf der die Pfanne mit dem Steak bereitsteht, schon eingeschaltet ist, als das Telefon klingelt oder man in einem Nebenraum einschläft. Lange Zeit passiert auch nichts Ungewöhnliches, da Fette sich erst ab einer Temperatur von mehreren hundert °C entzünden (pflanzliche Fette bei ca. 300°C). Erste Anzeichen für den bevorstehenden Brand ist die Rauchentwicklung, die Unvorsichtigen noch die Möglichkeit gibt, rechtzeitig einzuschreiten. Sollte es zur Flammenbildung kommen, so gilt es Ruhe zu bewahren und auf gar keinen Fall mit Wasser zu löschen! Wenn nämlich das Wasser z. B. in den Topf gegossen wird, kommt es zu einer schlagartigen Verdampfung des Wassers auf Grund der großen Hitze in dem Topf. Millionen kleinster Wassertropfen, vergleichbar mit feinem Nebel, steigen nun nach oben, da ein Topf keine andere –ffnung als diese bietet. Grob geschätzt können so aus einem Liter Wasser 1700 Liter werden. An den Wassertropfen haftet das brennende Fett und eine enorme Stichflamme wird sichtbar. Diesen schlagartigen Vorgang bezeichnet man als Fettexplosion, obwohl es sich eigentlich „nur“ um eine Verdampfung handelt. Doch diese kann schwerwiegende Folgen nicht nur für den Hausrat sondern auch für den Löschenden haben. Insbesondere in kleineren Räumen kann es so zu einem ausgedehnten Zimmerbrand kommen. Daher gilt es, folgende Dinge bei einem Fettbrand zu beachten: * Gas- bzw. Stromzufuhr unterbrechen * Den Topf mit einem passenden Deckel abdecken, um den Flammen den Sauerstoff zu nehmen * Deckel einige Minuten nicht wieder entfernen, es kann zu einer erneuten Durchzündung kommen, wenn erneut Sauerstoff zugeführt wird * (Lösch-) Decken eignen sich nicht ideal zum Löschen, mit ihnen kann das Feuer nur kurze Zeit unter Kontrolle gebracht werden, da sie durchbrennen * Auch Pulverlöscher sind ungeeignet, es droht ebenfalls eine Rückzündung * Löschschaum besteht zu einem gewissen Teil aus Wasser und scheidet somit ebenfalls als Löschmittel aus * Im Zweifelsfall sollte immer die Feuerwehr über Notruf 112 verständigt werden! – Auf Grund der beschriebenen Problematik mit Fettbränden gibt es seit Januar 2005 zusätzlich zu den bekannten Brandklassen A, B, C und D die Brandklasse F. Feuerlöscher dieser Brandklasse verfügen über spezielle Düsen und auch über ein geeignetes Löschmittel. Die Feuerwehr Rulle führt einen solchen Löscher auf dem Tanklöschfahrzeug mit. Besonders in gastronomischen Betrieben und Großküchen sollten die neuen Erkenntnisse berücksichtigt werden und in solche neuen Geräte investiert werden.

Die Rauchmelder

Brandschutz: Vom Hobbykeller bis in den Dachstuhl finden sich in jedem Haushalt unzählige potenzielle Brandquellen. Besonders häufig und gefährlich sind Schwelbrände, die lange Zeit unentdeckt giftigen Brandrauch produzieren und so zur tödlichen Gefahr werden. Rauchmelder haben sich hier als vorbeugender Brandschutz bewährt. – Elektrische Geräte: Fast jeder vierte Brand in Privathaushalten entsteht durch elektrische Haushaltsgeräte. Besondere Gefahren gehen dabei von Heizgeräten, Heizkissen, Heizdecken, Bügeleisen und Kühlschränken aus. Der Stand-by-Modus bei TV-Geräten, Computern oder Hi-Fi-Anlagen erhöht zusätzlich die Brandgefahr. Überlastung von Steckdosen durch Mehrfachstecker sowie schadhafte elektrische Leitungen, falsche Verwendung und Überhitzung von Elektrogeräten stellen ebenfalls eine Gefahr dar. – Küche: Eine Brandursache ist auch die nicht abgeschaltete Herdplatte, auf der noch ein Topf steht bzw. sich Plastik oder ein Küchentuch entzünden. Vergessene Brötchen im Backofen und verschmutzte Dunstabzugshauben mit Fettablagerungen sind eine weitere Gefahrenquelle. – Feuerstellen und Heizgeräte: Kamine, –fen und Heizstrahler sind oftmals der Ausgangspunkt von Bränden. Die starke Aufheizung der Umgebung wird hierbei oft unterschätzt. – Weihnachten/Silvester: Weihnachtsbäume und Adventskränze können sich explosionsartig entzünden. Umgefallene Kerzen und das Silvesterfeuerwerk sind ein immer wieder unterschätztes Gefahrenpotenzial. – Rauchen/Unachtsamkeit: Abgesehen von der Zigarette im Bett sind auch unachtsam weggeworfene Streichhölzer, nicht ausgeglühte Asche oder heruntergefallene Kippen Ursachen für viele Haushaltsbrände. – Spraydosen: Im erhitzten Zustand sind sogar leere Spraydosen Sprengkörper. Unabhängig vom Doseninhalt gehören sie weder in die Sonne noch in die unmittelbare Nähe von –fen und Heizkörpern. – Brennbare Flüssigkeiten: Benzin, Heizöl, Lösungsmittel, Alkohol, Lacke und andere leicht entzündliche Flüssigkeiten stellen immer ein erhöhtes Brandrisiko dar. – Leicht brennbare Materialien: Neben sich stark erwärmenden Elektrogeräten wie Bügeleisen, Toastern und Fritteusen können sich dort selbst entzünden.

Rauchmelder einbauen: 
Wohnungsbrände treten leider häufiger auf als man denkt. Viele Menschen sterben bei Wohnungsbränden, weil sie nicht rechtzeitig fliehen konnten. Den nötigen Zeitvorsprung können Rauchmelder schaffen, die es in guter Qualität schon für unter 5 Euro zu kaufen gibt. Auch vor der Installation braucht man keine Angst zu haben. Die meisten batteriebetriebenen Rauchmelder werden mit dem nötigen Installationsmaterial, meistens zwei Schrauben und zwei Dübel, geliefert. Man muss also nur zwei Löcher in die Decke bohren und den Rauchmelder mit zwei Schrauben fixieren. Die günstigste Position für den Rauchmelder ist in den meisten Fällen der Flur. Aber auch gefährdete Räume wie ein Kaminzimmer oder der Heizungskeller sollten mit einem entsprechenden Gerät ausgestattet sein, dass einem im Fall der Fälle warnt und so laut sein sollte, dass man von dem Geräusch auch noch in seinem Schlafzimmer geweckt wird. Die Ausstattung der eigenen vier Wände mit einem Rauchmelder macht besonders bei älteren Häusern und bei mehrgeschossigen Fachwerkhäusern besonders viel Sinn. Wer sich und seiner Familie einen Gefallen tun möchte, investiert ein wenig Geld und etwa 15 Minuten Zeit in die eigene Sicherheit.

Rauchmelder installieren: Bei einem Brand lauert die größte Gefahr nicht durch Feuer, sondern durch Rauch. Mit einem Rauchmelder kann man der Erstickungsgefahr einfach und effektiv vorbeugen. Hier unterscheidet man bei den geräten solche, die mit 230 V Spannung versorgt werden, von Geräten die mit Batterie betrieben werden. Letztere lassen sich besonders einfach installieren. Dabei sichert eine Blockbatterie, die mindestens ein Jahr lang hält, ihre Betriebsbereitschaft. Wenn die Leistung der Blockbatterie nachlässt, warnt das gerät durch Pieptöne sowie Leuchtdioden. Auf Dauer jedoch ist es umweltentlastender und preiswerter, wenn man Rauchmelder mit 230 V einsetzt. Zudem verfügen diese Geräte über eine Notstromschaltung, die den Melder auch bei Stromausfall bis zu 72 Stunden alarmbereit hält. Nachteilig ist, dass die Installation wesentlich aufwendiger ist. Für die Wirksamkeiteines Rauchmelders ist der Montageort von entscheidender Bedeutung. Man muss den Rauchmelder so anbgingen, dass er bei einem Brand Alarm gibt, bevor die Fluchtwege unpassierbar sind.  Zudem muss das Gerät schlafende Personen wecken können. Rauch steigt nach oben: aus diesem Grund werden Rauchmelder auch im oberen Raumbereich, in der Regel unter der Decke, montiert. Vor allem ist ein Rauchmelder in Treppenhäusern sowie in Auf- und Zugängen zu Schlafräumen sinnvoll. Darüber hinaus empfehlen Brandschutzexperten die Montage eines Rauchmelders in der Küche. In ausgebauten Dachböden ist eine Montage äusserst angebracht, da sich hier Brände besonders schnell ausbreiten. Hat die Wohnng oder das Haus mehrere Etagen, ist eine Vertelung der Rauchmelder über mehrere Stockwerke besonders zu empfehlen. Rauchmelder werden von einer Montageplatte oder einem Montagebügel an der Decke gehalten. Diese werden mit Dübeln und Schrauben befestigt, die meist zum Lieferumfang gehören. Die Platte an der gewünschten Einbauposition an die Decke halten und durch die Montagelöcher die Bohrposition anzeichnen. Der Racuhmelder hat ein sehr geringes Gewicht. Deshalb reichen 6 mm Schrauben mit den entsprechenden Dübeln vollkommen aus, um die Montageplatte zu befestigen. Wird der Melder auf Holz montiert versteht es sich von selbst, das hier das Bohren wegfällt und die Schrauben direkt ins Holz schraubt.  Ist die Montageplatte befestigt, setzt man die 9 V Blockbatterie in die dafür vorgesehene Halterung und schliesst diese an. In der Regel werden Rauchmelder auf die Halterungen aufgedreht, d.h. man setzt den Rauchmelder auf die markierte Position an der Montageplatte und dreht den Melder nach links. Bei einem Batteriewechsel wird der Melder dementsprechend bis zum Anschlag nach rechts gedreht.

Ionisations Rauchmelder: 
Alternativ werden auch sogenannte Ionisationsrauchmelder eingesetzt. Diese arbeiten mit einem radioaktiven Strahler, meist 241Am, und können unsichtbare, das heißt kaum reflektierende, Rauchpartikel erkennen. Im Normalzustand erzeugen die Alphastrahlen der radioaktiven Quelle zwischen zwei geladenen Metallplatten in der Luft Ionen, so dass Strom zwischen den Platten fließen kann. Wenn Rauchpartikel zwischen die Platten gelangen, fangen diese einen Teil der Ionen durch elektrostatische Anziehung ein, wodurch die Leitfähigkeit der Luft verringert und somit der Strom kleiner wird. Bei Verringerung des Stromflusses schlägt der Ionisationsmelder Alarm. Wegen der Radioaktivität werden Ionisationsrauchmelder allerdings nur noch in Sonderfällen eingesetzt, da die Auflagen sehr streng sind. Das Gefährdungspotenzial eines einzelnen Melders ist bei bestimmungsgemäßem Gebrauch und Entsorgung jedoch gering. Ungeöffnet sind Ionisationsmelder mit Alpha- oder Betastrahlern völlig ungefährlich, da keine Strahlung nach außen gelangt, im Brandfall muss aber der Brandschutt nach verschollenen Brandmeldern abgesucht werden. Wenn nicht alle Melder gefunden werden, muss der gesamte Brandschutt nach den Strahlenschutzverordnungen (zumindest im EU-Raum) als Sondermüll entsorgt werden, was auch zu erheblichen Mehrkosten nach einem Einsatz der Feuerwehr führt. Das Suchen der Melder ist aber nicht immer sehr einfach. Mit Geigerzählern hat man kaum eine Chance, sie unter einer Schicht mit einer Dicke von einigen Zentimetern zu finden. Daher ist es meist besser, man sucht das Gelände entsprechend dem Brandschutzplan visuell nach dem vermissten Melder ab.

Optischer Rauchmelder: Batteriebetriebene Rauchmelder, 9V-Rauchmelder sind die optimale Lösung zum Nachrüsten im Wohn-, Büro- und Objektbereich. Sie sind ohne zusätzliche Kabelverlegung zu installieren. Die lebensrettenden Rauchmelder sind nicht größer als eine Kaffeetasse, unauffällig, leicht zu installieren und überall im Fachhandel erhältlich. In –sterreich erhältliche Rauchmelder für Privathaushalte funktionieren nach einem optischen Prinzip, das eine zuverlässige Raucherkennung und entsprechende Alarmmeldung ermöglicht. Diese Rauchmelder arbeiten unabhängig vom Stromkreis. Die Notwendigkeit des Batteriewechsels wird ca. 30 Tage, bevor die Batterie entladen ist, durch einen wiederkehrenden Signalton angekündigt. – Funktionsweise: Im Melder ist eine Lichtquelle und eine Fotozelle in einer Labyrinthkammer so eingebaut, daß im Ruhezustand kein Licht an die Fotozelle herankommt. Tritt Rauch in die Kammer ein, so werden die Lichtstrahlen an den Rauchpartikeln gebrochen. Die Lichtstrahlen treffen so auf die Fotozelle. An ihr tritt eine Spannung auf, die als Alarm ausgewertet wird. Ein optischer Rauchmelder hat eine äußerst lange Reaktionszeit. Optische Rauchmelder reagieren vor allem auf kalten Rauch, der sich schon bei Brandausbruch (Schwelbrand) bildet, bevor Flammen zur Gefahr werden. – Lasermelder: Nach dem gleichen Prinzip wie der optische Rauchmelder funktioniert auch der Lasermelder, wobei hierbei allerdings anstatt der einfachen Leuchtdiode (LED) eine Laserdiode verwendet wird. Dadurch wird die Messung genauer und der Rauchmelder erkennt schon geringste Mengen an Rauchpartikeln.

Rauchmelder sind Lebensretter: Eingeschaltete Wärmegeräte, offenes Feuer und Licht sowie Elektrogeräte sind die häufigsten Brandursachen im Haushalt. Diese Brände entstehen sowohl in der Abwesenheit der Haus- und Wohnungseigentümer, als auch während der Nacht- und Ruhezeiten. Da diese Brände meist mit sehr großer Rauchentwicklung verbunden sind, können vor allem schlafende Personen rasch in ihrer Wohnung eingeschlossen werden und Rauchgasvergiftungen erleiden.
Um einen entstehenden Brand rechtzeitig entdecken zu können und damit sich selbst und seine Mitbewohner zu schützen, empfehlen wir die Installation von Rauchmeldern in Ihrer Wohnung. Rauchmelder schlagen im frühen Entstehungsstadium eines Brandes bereits Alarm und gewährleisten dadurch, dass jene Personen, welche sich in der Wohnung aufhalten, vom Schlaf erwachen und rechtzeitig flüchten bzw. den Brand im Entstehungsstadium bekämpfen können. Kriterien für den Kauf eines Rauchmelders: â€¢ Das Produkt soll keine radioaktiven Materialien enthalten (Achtung auf Strahlenschutzzeichen). â€¢ Testknopf muss vorhanden sein, der jederzeit eine einfache Funktionsüberprüfung ermöglicht. â€¢ Signalton im Minutenabstand, sobald ein Batteriewechsel nötig ist. â€¢ Ausführliche Gebrauchsanweisung und Montageanleitung (Vernetzbarkeit mehrerer Melder in Wohnhäusern ist sinnvoll). â€¢ Hinweis, dass der Rauchmelder sicherheitsgeprüft ist. â€¢ Mehrjährige Garantie. Rauchmelder für die Wohnung sind in den Baumärkten und im Fachhandel erhältlich.

Die Feuerlöscher Arten

Dauerdrucklöscher sind Geräte, deren Löschmittel unter permanentem Treibmitteldruck stehen. Dabei übt das Treibgas einen ständigen Druck auf das Löschmittel aus. Wird die Auslöseeinrichtung betätigt. so wird das Löschmittel dosiert über das Steigrohr und die Ausspritzdüse in Verbindung mit dem Treibgasmittel ausgetrieben. Beim Dauerdrucklöscher kommt hauptsächlich Löschpulver als Löschmittel zum Einsatz. Es gibt auch Hersteller, die den Dauerdrucklöscher so konstruieren, dass er mit Wasser oder Schaum als Löschmittel betrieben wird. Als erforderliches Treibgasmittel verwendet man heute Stickstoff (N2). Tipp: Bei den qualitativ hochwertigen Feuerlöschern, den Aufladefeuerlöschern, wird das Gas in einer besonders dickwandigen Treibmittelflasche bis zur Inbetriebnahme gespeichert. Die abzudichtende Fläche ist nur sehr klein und somit kann ein Nichtfunktionieren durch Undichtigkeiten bei dieser Löscherbauart so gut wie ausgeschlossen werden.

Aufladelöscher sind Geräte, deren Löschmittel erst bei der  Inbetriebsetzung unter Druck gesetzt werden. Der Aufladelöscher besteht    aus 2 Behältern, und zwar dem Löschmittel- und Treibgasbehälter. Wird  eine Verbindung zwischen beiden Behältern hergestellt, z.B.. durch –ffnen des Ventils, so strömt das Treibgas aus dem Treibgasbehälter in den Löschmittebehälter, dieser ist somit „aufgeladen“. Er stellt die zuverlässigste Sicherstellung des Treibgasdruckes dar, weil die CO2- Treibgastbehälter vor ihrem Einbau genügend lange auf die Dichtheit geprüft werden können. Auch Ihre etwaige Auswechslung bei Nachprüfungen ist problemlos. Die Druckbehälter der Aufladelöscher werden aus dem gleichen Material wie die Druckgasbehälter hergestellt. Das Treibgasmittel, das in einer innenliegenden Treibgaspatrone oder außenliegenden Treibgasflasche aufbewahrt werden kann, ist Kohlendioxid (CO²). Der Aufladelöscher ist aufgrund des hier verwendeten CO²- Treibgases mit einer Überdrucksicherung ausgestattet. Es handelt sich hier in den meisten Fällen um Federsicherheitsventile. Bei den außenliegenden Treibgasflaschen ist das Ventil mit einer Überdrucksicherung ausgestattet wobei beim Fehlen der grünen Plastikkappe am Überdruckventil signalisiert wird, dass die Treibgasflasche unter Überdruck gestanden hat. Bei den innenliegenden Treibgaspatronen ist der Flaschenverschluss so ausgebildet, dass er auch gleichzeitig als Sicherheitseinrichtung wirkt.

Fettbrandlöscher sind die einzigen, die verwendet werden können, um Brände zu bekämpfen, die aus Speisefett oder Speiseöl resultieren, dazu zählen auch Friteusenbrände. Aus diesem Grund werden Fettbrandlöscher in Kantinen und in Küchen von Gastronomiebetrieben eingesetzt. Da für die Fettbrände eine neue Brandklasse eingeführt wurde, ist beim Kauf eines Fettbrandlöschers unbedingt darauf zu achten, dass hier die Brandklassen A und F auf der Flasche verzeichnet sind. Fettbrandlöscher, die beide Brandklassen aufweisen, könne sowohl für Brände von festen Stoffen mit Glutbildung und Fettbrände verwendet werden, sind also für den Einsatz in Küchen und Haushalten gleichermaßen gut geeignet. Im Handel sind Fettbrandlöscher mit einem Löschvermögen von 2l und 6l erhältlich. – Löschprinzip: Der Fettbrandlöscher wurde mit einem speziellen Löschmittel ausgestattet, der sowohl das Löschen von Papier oder Stroh ermöglicht, als auch das Löschen von Speisefetten oder –len. Da normalerweise Feuer der Brandklasse A mit Wasser gelöscht werden, wurde ein Löschmittel entwickelt, das kein Wasser enthält. Auf diese Weise können Fettbrände ohne die Gefahr einer Explosion gelöscht werden. Das Löschmittel sorgt bei Feuern der beiden Brandklassen dafür, dass die Flammen erstickt werden. Das Löschmittel verhindert, dass neuer Stauerstoff an die Flammen kommen kann. – Vorteile und Nachteile: Der große Vorteil der Fettbrandlöscher ist, dass man problemlos brennende Speiseöle und -fette löschen kann. Darüber hinaus ist dies die einzige Möglichkeit, einen Friteusenbrand zu löschen. Dadurch, dass das verwendete Löschmittel für Brände der Klassen A und F einsetzbar ist, ergibt sich eine universelle Einsetzbarkeit für die üblichsten Brände in Büros und in der Gastronomie. Zudem können sie für Fettbrände in elektrische Anlagen bis 1.000 V angewendet werden. Allerdings müssen Fettbrandlöscher zwingend bei einem Löschgang komplett geleert werden. Dies ist notwendig, um ein vollständiges Löschen der Flammen zu gewährleisten und ein erneutes Aufflammen zu verhindern. Darüber hinaus besitzen die Fettbrandlöscher meist nur eine geringe Löschkraft, so dass sie nicht für großflächige Brände ausgelegt sind. – Handhabung: Die handelsüblichen Fettfeuerlöscher sind ähnlich einfach zu handhaben, wie die übrigen Handfeuerlöscher. Um den Löscher zu aktivieren, muss man den Sicherheitsstift am Kopf des Löschers ziehen. Das Löschmittel wird sofort aktiv. Nun muss der Schlauch auf den Brand gerichtet werden. Dabei ist ein Mindestsicherheitsabstand von 1m – 1,50m einzuhalten. Um das Löschmittel zu versprühen, muss nun nur der Hebel am Rohr gedrückt werden. Das Löschmittel muss so gut wie möglich auf das zu löschende –l aufgebracht werden, um die Flammen zu ersticken. Wichtig ist, dass man den Löscher bei Benutzung immer komplett entleert. – Preise: Je nach Größe sind Fettbrandlöscher zwischen 80€ und 125€ erhältlich. Diese werde meist mit Wandhalterung und Diebstahlsicherung angeboten.

Wasserlöscher –  Die Löschwirkung des Wassers beruht auf dem Kühleffekt. Durch die hohe spezifische Wärmekapazität. verbunden mit der hohen Verdampfungswärme wird dem Brandherd soviel Wärme entzogen und vom Wasser aufgenommen, dass der brennbare Stoff unter seine Mindestverbrennungstemperatur abgekühlt wird und danach der Brand zum Erliegen kommt. In welchem Maße das hohe Wärmebindungsvermögen des Wassers auch praktisch zur Geltung kommt, hängt ganz von seinem Zerteilungsgrad ab. Denn je feiner die Tröpfchen sind in die das Wasser zerteilt wird, desto größer wird die benetzende Oberfläche. Eine große benetzte Oberfläche bedeutet gleichzeitig auch eine große Kontaktfläche für die Wärmeübertragung. Die kleinen Tröpfchen des Sprühstrahls können sich dadurch wesentlich schneller erwärmen, sieden und verdampfen als die kompakte Masse des Vollstrahls. Deshalb sollte wenn möglich auch mit Sprühstrahl gelöscht werden, dabei darf aber nicht außer acht gelassen werden, dass beim Sprühstrahl in der Regel die Wurfweite geringer ist als die des Vollstrahls. – Zusätze: Damit das Wasser nicht eingefriert und um die Oberflächenspannung zu verringern (Benetzungseffekt) werden ihm Zusätze (Frostschutzmittel) beigemischt. Als Zusätze werden folgende Stoffe verwendet: Geringe Mengen unterschiedlicher Tenside, verschiedene anorganische Salze wie Pottasche, Magnesium-. Calcium- und Natriumchlorid, Alkohol (geringe Mengen) und diverse Tonarten. All diese Zusätze tragen auch zu einer Verbesserung der Löscheigenschaften bei und sind gleichzeitig ein Konservierungsmittel. Vorteile des Löschmittels Wasser: Wasser hat die größte spezifische Wärmekapazität aller für den Löschvorgang verwendeten Stoffe und ist deshalb das beste Löschmittel für feste, glutbildende Stoffe. Es ist ungiftig und weitgehend chemisch neutral. – Nachteile des Löschmittels Wasser: Wasser fängt ab 0 °C das Gefrieren an, dabei vergrößert es sein Volumen um ca. 9 % und übt dadurch eine evtl. gefährliche Kraft auf den Löschmittelbehälter aus. Ebenso ist Wasser wirkungslos, teils sogar gefährlich bei größeren Gasbränden, brennbaren Flüssigkeiten, brennbaren Metallen, Chemikalien die mit Wasser heftig reagieren, Karbid und ungelöschtem Kalk. Gefahr besteht auch bei elektrischen Anlagen im Niederspannungsbereich (bis 1000 Volt und 60 Herz) und besonders im Hochspannungsbereich (ab 1000 Volt). Bei größeren Einsätzen bei brennenden Chemikalien kann unter Umständen eine Gefährdung des Grundwassers nicht ausgeschlossen werden.

Co2 Löscher – Kohlendioxid ist für die Bekämpfung von Bränden der Brandklassen B und C zugelassen, also gegen Brände von Flüssigkeiten und Gasen. Die Löschwirkung des Kohlendioxids beruht auf dem Stickeffekt. Da es um das 1.5- fache schwerer als Luft ist, breitet es sich über einen Flammenbrand aus und verhindert den Sauerstoffzutritt bzw. verringert den Sauerstoffgehalt der Luft so weit, dass eine Verbrennung nicht mehr möglich ist. Das heißt, dass der Sauerstoffgehalt der Luft, der bei 21 Vol. % liegt im allgemeinen auf mindestens 15 Vol. %. herabgesetzt werden muss. Hierzu ist eine Kohlendioxidkonzentration von ca. 30 Vol. % erforderlich. Stark vereinfacht kann als Faustformel gelten: Für einen Flammenbrand benötigt man für 1m2 geschlossenen Raum ca. 1 kg Kohlendioxid. – Anwendung des Kohlendioxids: Der größte Vorteil des Kohlendioxids ist der, dass nach dem Löscheinsatz keine Rückstände des Löschmittels zurückbleiben. Dieser Vorteil bestimmt weitgehend den Anwendungsbereich dieses Löschmittels. Es wird hauptsächlich bei Bränden verwendet, bei denen durch andere Löschmittel erhebliche Schäden entstehen können, beispielsweise Brände in Laboratorien, an elektrischen Anlagen, in EDV-Anlagen, in der Gastronomie/ Küchenbereich und in der Lack- und Lösungsmittelindustrie. Kohlendioxid wird in drei Zustandsformen zum Einsatz gebracht: – Schnee  – Nebel (Aerosol)- Gas – Beim Einsatz von Kohlendioxidschnee wird durch das Schneerohr ein Wärmeaustausch mit der Luft verhindert. Die Expansionskälte lässt bei einem 6 kg Löscher je nach Konstruktion des Schneerohrs 10 bis 20 % der Füllmenge als Schnee austreten. Beim Kohlendioxid-Aerosol-Löscher wird der Wärmeaustausch mit der Umluft nicht so stark unterbunden. Es bildet sich weniger Schnee, der durch ein Sieb gedrückt wird und in kleinen Partikeln im Gasstrom schwebt. Als reines gasförmiges Löschmittel wird Kohlendioxid nur in stationären Löschanlagen verwendet. Die Löschwirkung des gasförmigen Kohlendioxids ist bei brennenden Flüssigkeiten geringer als die des Schnees oder Aerosols. Bei Bränden im Freien ist der Einsatz von Kohlendioxid nur begrenzt möglich, da das Gas durch Windbewegungen vertrieben wird, bevor es eine löschfähige Wolke bilden kann.  – Aufbau von Kohlendioxidlöschern: Kohlendioxidlöscher mit Abzugshebelarmatur für Fingerbetätigung Sicherung mit Sicherungsstift Abzugshebel Pistolengriff Ventilstopfen Ventilbolzen Schneebause Düse – Funktion: Sicherungsstift 1 herausziehen – Gerät ist einsatzbereit. Löscher auf den Brandherd richten. Durch ziehen des Abzugshebels 2 am Pistolengriff 3 wird Ventilstopfen 4 durch Ventilbolzen 5 abgehoben. Komprimiertes Kohlendioxid wird frei und durch die Brause oder Gasdüse auf den Brandherd gerichtet.  Der Löschstrahl kann jederzeit unterbrochen werden.  – Sicherheitsmaßnahmen: In engen, schlecht belüfteten Räumen darf Kohlendioxid, wegen seiner gesundheitsschädlichen Wirkung, nicht ohne umluftunabhängigem Atemschutz verwendet werden. Bei stationären Anlagen muss vor dem Löschmitteleinsatz eine Warnsirene 60 Sekunden lang ertönen damit alle Personen den Raum rechtzeitig verlassen können ohne Schaden zu nehmen.

Schaumlöscher – Schaum ist das einzige Löschmittel, das nicht in der fertigen Löschform in Löschern oder ortsfesten Anlagen gelagert wird. Die Wasser/Schaum- Lösung kann vorgemischt sein oder erst im Einsatzfalle durch Zumischen erzeugt werden. Vorgemischte Lösungen werden in erster Linie bei tragbaren und fahrbaren Kleinlöschgeräten verwendet. Unter der Zumischung versteht man den prozentualen Anteil von Schaummittel an der Lösung. z.B. eine 3 % Zumischung bedeutet, dass die Lösung aus 97 % Wasser und 3% Schaummittel besteht. Unter der Verschäumungszahl (VZ) versteht man das Verhältnis zwischen Flüssigkeitsmenge (Wasser/ Schaum-Lösung) und Schaummenge. Nach der Verschäumungszahl teilt man die Schäume in drei Gruppen ein: 1. Schwerschaum – VZ bis 20  – 2. Mittelschaum – VZ von 20 bis 200 – 3. Leichtschaum – VZ von 200 bis 1000  – Die Verschäumungszahl ist wesentlich abhängig von der Art und Qualität des Schaumgerätes und des Schaummittels. Auch die äußeren Bedingungen (Brandgase, Rauch, Druck am Schaumrohr usw.) haben einen gewissen Einfluss auf die Verschäumungszahl. – Löschtechnische Eigenschaften: Schaumlöschmittel wirken. auf brennbare Flüssigkeiten, die leichter als Wasser sind, durch die sehr schnelle Bildung einer gasdichten Schaumdecke, die sich über die gesamte Oberfläche der Flüssigkeit ausbreitet. Die hohe Netzwirkung, verbunden mit dem Kühleffekt, bewirkt auch eine hervorragende Löscheigenschaft bei Bränden fester Stoffe. Der Kühleffekt ist abhängig von der Wasserhalbwertzeit (WHZ), sie ist ein Maß für die Beständigkeit des Schaums. Stoffliche Zusammensetzung: Die Eigenschaften für Schaummittel sind im Normblatt DIN 14272 festgelegt. Entsorgung: Bei der Entsorgung muss zwischen Konzentrat und vorgemischter Lösung unterschieden werden. Folgende Entsorgungsmöglichkeiten gibt es (behördliche Bestimmungen sind zu beachten!): Verbrennung in speziellen Verbrennungsanlagen, Verdünnte Schaummittel über eine biologische Kläranlage entsorgen, Mülldeponie, allerdings nicht für die Schaummittel selbst, sondern für Sand, Erdreich etc., die ausgelaufenes Konzentrat aufgenommen haben.

Pulverlöscher: Beim Einsatz von Pulverlöschmitteln unterscheiden wir im Hinblick auf die Brandklassen drei Arten von Löschpulver: BC – Pulver Basismaterial: Natrium- oder Kaliumhydrogencarbonat oder Kaliumsulfat ABC – Pulver Basismaterial: Monoammonium-, Ammoniumphosphat oder Ammoniumsulfat, M – Pulver Basismaterial: Natriumchlorid. Kaliumchlorid, Melamin oder Boroxid. Die Bezeichnung BC-. ABC- oder M-Pulver gibt an, für welche Brandklassen das Löschpulver wirksam eingesetzt werden kann. Bis 1978 gab es noch zusätzlich die Brandklasse E. Durch die Einführung der EN 2 im Jahre 1978 wurde diese Brandklasse ersatzlos gestrichen, da ABC- und BC-Pulver bei Niederspannungsanlagen bis 1000 Volt nach VDE 1032 einsetzbar ist. Löschmittel müssen typgeprüft und zugelassen werden, da sie eine Reihe von Anforderungen erfüllen müssen.  – Anforderungen an das Löschpulver – Löschtechnische Eigenschaften:  Die Löschwirkung der Löschpulver ist nicht auf einen einzelnen Löscheffekt zurückzuführen, sondern beruht auf dem komplizierten Zusammenwirken unterschiedlicher Löscheffekte. Beim BC-Pulver ist die ausschlaggebende Löschwirkung die indirekte Einflussnahme auf die Reaktionskette. Diese geschieht durch die Hemmung der Verbrennungsreaktion (antikatalytischer Effekt) ABC-Pulver bildet bei Glutbränden (Brandklasse A) ab ca. 70 °C eine Glasurschicht, die mehr oder weniger tief (je nach Art des Brandstoffes) in die Poren des brennenden Stoffes eindringt. Durch diese Glasurschicht wird einerseits die Sauerstoffzufuhr zur Glutzone verhindert und andererseits isoliert sie gegen die Strahlungswärme, so dass eine weitere Aufbereitung des brennenden Stoffes mit Sauerstoff unterbunden wird. Die Löschwirkung bei Bränden der Brandklasse B und C entspricht der des BC-Pulvers. Das M-Pulver hat eine abdeckende Wirkung des Brandguts, dabei kommt es zum Schmelzen bzw. bei etwas niedrigeren Temperaturen zum Sintern, sobald das Pulver erwärmt wird. Es bildet sich eine Kruste, die die Zuführung von Sauerstoff unterbindet. Je nach Art des Brandguts kann das Verlöschen unterschiedlich lange andauern. – Löschfähigkeit: Um die Löschfähigkeit eines jeden einzelnen Löschpulvers festzulegen, ist man bei älteren Zulassungen nach der DIN 14406 verfahren, bei Neuzulassungen wendet man die DIN EN 3 (EURO- Norm) an. – Anwendung des Pulvers: Löschpulver – mit Ausnahme von M-Pulver – entfaltet eine schlagartige Wirkung bei Flammbränden. Wenn feste glutbildende Stoffe oder aufgeheizte Metallteile im Bereich ausströmender Gase oder bei Flüssigkeiten mit niedrigem Flammpunkt vorhanden sind, ist die Gefahr der Rückzündung gegeben. Deshalb wird bei Bränden mit längerer Auf Heizzeit neben dem Pulver zusätzlich ein kühlendes Löschmittel eingesetzt, um dadurch die Gefahr der Rückzündung auszuschalten. Dies ist besonders wichtig, wenn es um die Rettung von Menschenleben geht. Z.B. Flugzeugbrände, hier ist es besonders wichtig, die Flammen innerhalb kürzester Zeit abzulöschen, damit eine erfolgreiche Menschenrettung möglich ist. In diesem Fall ist das Löschpulver durch kein anderes Löschmittel zu ersetzten. Gleichzeitig wird der Einsatz des Löschpulvers durch denn Einsatz von Luftschaum sinnvoll ergänzt, um die Gefahr der Rückzündung auszuschließen. Dadurch, dass man ABC-Löschpulver für fast alte Brandklassen (außer Brandklasse D) anwenden kann, findet es in den verschiedensten Bereichen seine Anwendung.. Einige wichtige Einsatzbereiche sind –l-. Gas- und Feststoffheizungen, Garagen, Lagerräume mit unterschiedlichem Lagergut, Büroräume usw.. Daraus kann man erkennen, dass das ABC-Löschpulver nicht nur dort angewendet wird wo nur ein Brandrisiko auftritt, sondern auch dort wo verschiedene Brandrisiken zusammenfallen. – Haltbarkeit: Weitgehend wird die Haltbarkeit des Löschpulvers von der sogenannten Hydrophobierung (Zumischung wasserabweisender Stoffe) bestimmt. Chemische Reaktionen sind bei Pulvern nur zu erwarten, wenn hohe Temperaturen oder Feuchtigkeit auf das Pulver einwirken. Das wird in der Regel durch die Lagerung in verschlossenen Behältern verhindert. Unzulässig ja sogar gefährlich ist es, ABC-Löschpulver und BC-Löschpulver zu vermische,. da es hier zu einer Gasentwicklung (Ammoniak!) kommt. – Unschädlichkeit – Ungiftigkeit: Die Löschpulver – mit Ausnahme der M-Pulver – dürfen keine gesundheitsschädliche Wirkung ausüben. Bei BC- Pulver ist dies dadurch gegeben, dass diese meistens aus Natriumhydrogencarbonat (Natron) hergestellt sind. dies Wird unter anderem auch in verschiedenen Lebensmitteln (z.B. Back- und Brausepulver) verwendet. Von der Staubbelästigung abgesehen, die je nach Pulverart und Temperatureinwirkung durch eine leichte Reizung der Schleimhäute begleitet werden kann – besonders im Einsatz in geschlossenen Räumen-, sind die Löschpulver physiologisch unbedenklich. Beim Einsatz von Metallbrandpulver können u.U. gewisse Gefahren auftreten. Weiterhin darf das Löschpulver nicht korrosionsfördernd wirken oder durch chemische Zersetzung schädigend auf andere Stoffe einwirken. – Die Entsorgung von unbrauchbarem Löschpulver kann entweder bei einer Sondermülldeponie geschehen oder, der bessere Weg, man lässt es der Verwertung in einem Kompostierwerk zukommen, da die Inhaltsstoffe wertvolle Düngemittelprodukte sind. Der Grund für die Sondermülldeponie, sind nicht die Inhaltsstoffe des Löschmittels, sondern die Tatsache das es wasserlöslich ist und somit bei unkontrolliertem Entsorgen eine Überdüngung des Bodens nicht ausgeschlossen werden kann. – Elektrische Leitfähigkeit: BC- Pulver, die für die Brandbekämpfung an elektrischen Anlagen zugelassen sind, dürfen im Pulverstrahl keine elektrische Leitfähigkeit aufweisen. Damit die löschende Person nicht gefährdet wird und um keine Kurzschlüsse in den Anlagen hervorzurufen. Bei BC- Pulver erfolgt auch in Hochspannungsanlagen kein Stromüberschlag über den Löschstrahl zum Löschgerät. Aus Sicherheitsgründen sind trotzdem gewisse Mindestabstände (VDE 0132) einzuhalten. ABC- Pulver bildet bei Temperaturen Über 70 °C eine Glasurschicht, die unter bestimmten Voraussetzungen elektrisch leitfähig sein kann. Deshalb dürfen ABC- Pulver nur in Niederspannungsanlagen (bis 1000 V) eingesetzt werden.

Das Feuerwehrhaus

Auszug aus der Chronik: 4. und 5. Juli 1992: Eröffnung des neuen Feuerwehrhauses 4. Juli: Am Vorabend Zeltfest und Tanz. Großer finanzieller Erfolg – 5. Juli: Einweihung des Feuerwehrhauses, Ehrengäste: Nationalrat Murauer, Landesrat Klausberger, Landesrätin Fösleitner, Bezirkshauptmann Gurtner, Bezirkskommandant OBR Edlmayr, Abschnittskommandant BR Leitner, Architekt Johann Englmair, Firmenvertreter und viele Angehörige der Nachbarfeuerwehren. Ehrungen: Feuerwehrverdienstkreuz: Josef Kreutzinger, Josef Ganglbauer, Anton Richter, Feuerwehr Bezirksmedaille: Bürgermeister Karl Platzer, Josef Singhuber, Kreutzinger Alfred, Innerhaider August und Edlinger Franz. Die Kameraden Josef Kreutzinger und Anton Richter wurden von der Gemeinde Schiedlberg mit dem „Goldenen Ehrenzeichen“ geehrt. – Highlights: Das gesamte Zeughaus kann per Notstromgerät mit Energie versorgt werden. Die Schlauchwaschanlage mit dem einfachen aber wirkungsvollen System. Der neue Mannschaftsraum mit integrierter Bar und Multifunktions Tischen. Spezial Alarmanlage auch ohne Netzspannung funktionsfähig. – Raumaufteilung: EG: Funkraum, Wasch und Toilettanlage, Werkstatt, Getränkelager und Fahrzeughalle – OG: Lager und Schulungsraum.

Der Funkraum ist die Nachrichtenzentrale  unseres Zeughauses. Hier laufen während eines Einsatzes  alle Nachrichten zusammen. Als Kommunikationsmittel stehen uns ein Funk Gerät, ein Festnetz Telefon, ein Faxgerät sowie ein PC zur Verfügung. Funk Rufname der Zentrale: FLORIAN SCHIEDLBERG – Telefonnummer der Zentrale: 07251/333 – FAX Nummer der Zentrale: 07251/333

Damit unsere Fahrzeuge immer Einsatzbereit sind wird der Zustand der Batterie durch ein Ladesystem kontrolliert. Der Batterie Zustand des Kommando Fahrzeug wird mit einem Pölz BTL 2000 Ladesystem überwacht. Es hat drei Steckplätze und ein Zwischengerät für unser Löschfahrzeug, das die Tragkraftspritze im Fahrzeug geladen werden kann. Das TLF-A 2000 wird zusätzlich über einem separaten Anschluss mit Druckluft versorgt.  Diese kommt aus einem Kompressor der im angebauten Bauhof stationiert ist. Außerdem werden die Ladegeräte für Funk und Handscheinwerfer mit 230 Volt Wechselspannung beliefert.

Schlauchwaschanlage: Dieses System ist sehr einfach und unkompliziert ausgelegt! Aber es ist sehr effektiv und benutzerfreundlich. Nach der Trocknung werden die Schläuche händisch mittels einer Aufroll Maschine zusammen gerollt und anschließen in ein Schlauchlager transportiert.

Das Warn und Alarm System Alu2G ROT ist eine moderne Einrichtung für die Alarmierung der Feuerwehren von Oberösterreich. Die Alarmierung erfolgt hierbei über Funk. Die Sirene kann von den Bezirkwarnstellen, des Landesfeuerwehrkommandos oder  manuell über das Kontroll Panel ausgelöst werden. So funktionierts: Einsatzaufträge seitens der O–-Landeswarnzentrale in Linz werden nun in digitaler Form zu den Endstellen bei der Feuerwehr übermittelt. Aber auch die Übermittlung der Zivilschutzalarmsignale mittels Sirenen zur Warnung der Bevölkerung im Katastrophenfall  erfolgt nun auf diesem Wege.  Die Übermittlung des Einsatzbefehles erfolgt dabei  über die Sirenen auf dem Zeughaus und des Gemeindamtes. Zugleich ist dieser Einsatzbefehl auch am Display der WAS-Bedienstelle ablesbar und es erfolgt ein automatischer Ausdruck eines Alarmierungs Faxes auf einem in der Zentrale installierten Kombigerätes.

Angelobungsformeln

Die Angelobung bezeichnet in –sterreich die Verpflichtung zur gesetzestreuen und gewissenhaften Ausübung übertragener Funktionen mit einem feierlichen Versprechen, dem Gelöbnis. Die endgültige Aufnahme in die Freiwillige Feuerwehr erfolgt durch Angelobung. Der Text des Gelöbnisses variiert zwischen den Bundesländern, ist aber im Wesentlichen: Angelobungsformel für den Aktiv Stand (Ab dem 16. Lebensjahr): Ich gelobe meine freiwillig übernommene Pflicht als Feuerwehrmann pünktlich und gewissenhaft zu erfüllen, die Befehle meiner Vorgesetzten zu befolgen, die mir übergebenen Ausrüstungsgegenstände vorsorglich zu behandeln und allen Mitgliedern ein treuer Kamerad zu sein. Angelobungsformel für die Feuerwehrjugend (Bei Eintritt): Ich gelobe, meine freiwillig übernommenen Pflichten als Jungfeuerwehrmann pünktlich und gewissenhaft zu erfüllen, die Anordnungen meiner Vorgesetzten zu befolgen, an den Ausbildungsveranstaltungen teilzunehmen, die mir anvertraute Ausrüstunzweckentsprechend zu verwenden und sorgfältig zu behandeln sowie allen Mitgliedern ein guter Kamerad zu sein.

Aufgaben des Kommandos

Kommandant: Repräsentation der Feuerwehr nach außen!· Verantwortlich für die Ausbildung der Mannschaft· Kommandositzungen organisieren· Übungsbetrieb organisieren· Organisation von: Brandschutzpläne Wasserkarte Alarmplan· Lehrgangsteilnehmer organisieren· Bewerbe· Grundausbildung in der Feuerwehr· –ffentlichkeitsarbeit – Kommandant Stellvertreter: Ausbildung der Mannschaft – theoretische Schulungen· Abhalten von Übungen· Übungsbetrieb organisieren· Organisation von: Brandschutzpläne Wasserkarte Alarmplan· Lehrgangsteilnehmer organisieren· Bewerbe· Grundausbildung in der Feuerwehr· –ffentlichkeitsarbeit – Kassier: Buchhaltung· Sammeln (Einteilung, Sammellisten)· Verrechnung der Einsätze – Schriftführer: Einsatzberichte· Mitgliederliste· Protokolle· Tätigkeitsbericht· Gebäudeliste überprüfen· Einladungen· Lehrgangsanmeldung· Bewerbsanmeldung· Archiv: Fotoalben, Ehrenbuch, Totenbuch – Zeugwart: Sirenenprobe· Kleiderkammer· Fahrzeuge: Wartung, –lwechsel, Kfz-Überprüfung, Treibstoff· Geräte: Treibstoff, –lwechsel, Wartung· Stopfdichtung bei Pumpen (Dichtheitsprobe)· Funkgeräte: Akkus regelmäßig völlig entladen und laden· Handscheinwerfer: Akkus laden· defektes Gerät reparieren bzw. auswechseln· Nach Übungen und Einsätzen: Sichtkontrolle bei Rettungsleinen, Drahtseilen, Hydraulischem Bergegerät· Zeughausreinigung organisieren· Müllentsorgung: Mülltonne entleeren, –lbindemittel entsorgen· Winter: Schneeketten auflegen, Beheizung des Zeughauses, Schlauchhaspel entleeren (TLF), Dichtungen einfetten – Zugskommandant:  Ausbildung der Mannschaft· Zugsbewerb· 1 Großübung· 1 Großübung mit einer oder mehreren Nachbarfeuerwehren pro Jahr – Lotsenkommandant: Feuerwache und Parkdienst organisieren · 2 Funkübungen pro Jahr – Gruppenkommandant: Übungen organisieren· Bewerbsübungen Atemschutzwart· Wartung und Reinigung der Atemschutzgeräte· Befüllen der Atemschutzflaschen· Termine für Atemschutzuntersuchungen· 4 Atemschutzübungen pro Jahr Jugendbetreuer· Ausbildung der Feuerwehrjugend· Wissenstest· Jugendlager· Jugendbewerb.

Unsere Dienstgrade

In den Feuerwehren gibt es in den verschiedenen Ländern Dienstgrade, die nach Ausbildungsstand, Dienstverwendung oder Dienstalter vergeben werden. In Deutschland und –sterreich sind die Dienstgrade sehr ähnlich, unterscheiden sich aber in kleinen Details, da dies in den jeweiligen Bundesländern getrennt geregelt ist. In der Schweiz sind die Dienstgrade an die militärischen Dienstgrade der Schweizer Armee (vor 2003) angelehnt. Je nach Dienstverwendung oder Dienstalter hat jedes Feuerwehrmitglied in –sterreich einen Dienstgrad. Im Großen und Ganzen sind die Dienstgrade bundesweit einheitlich. Da in –sterreich die Feuerwehr Bundesländersache ist, obliegt es dem jeweiligen Landesfeuerwehrverband die Dienstgradtafel zu erlassen.

Schutzausrüstung

P1010376 P1010382 P1010439 P1010446Die Persönliche Schutzausrüstung (PSA) muss bei gefährlichen Arbeiten und Tätigkeiten verwendet werden, um Verletzungen zu vermeiden oder zu minimieren, die durch andere Maßnahmen nicht verhindert werden können. Neben den technischen (Gefahrvermeidung) und organisatorischen Maßnahmen (Gefahreinwirkung z. B. zeitlich begrenzen) zählen die persönlichen Maßnahmen (PSA und Unterweisung) zu den klassischen Maßnahmen des Arbeitsschutz und der Arbeitssicherheit. Schutzausrüstungen finden Verwendung zum Beispiel in der Landwirtschaft, Forstwirtschaft, bei der Feuerwehr oder im Katastrophenschutz, in Fertigungsbetrieben (z. B. Chemie) oder in der Bauwirtschaft. Aber auch in der Freizeit oder beim Sport können sie unerlässliche Hilfsmittel darstellen (z. B. Kopfschutz, Rettungsweste oder Schutzbrille). Sie sollten/müssen den jeweiligen nationalen Normen und Gesetzen entsprechen.

Blog der Freiwilligen Feuerwehr Schiedlberg